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Burgenlandkreis probt den Katastrophenfall

Ein flächendeckender Stromausfall hätte katastrophale Folgen. Auf den Straßen bricht schnell der Verkehr zusammen, weil Ampeln nicht funktionieren.  Bankautomaten spucken kein Geld mehr aus. Geschäfte, Firmen und Institutionen werden lahmgelegt und müssen schließen. Heizungen und Telefone fallen aus. Handys funktionieren nicht.

Dieses Szenario wurde heute im Landratsamt des Burgenlandkreises im Rahmen einer landesweiten Katastrophenschutzübung geprobt. Hier arbeiteten im Krisenstab Mitarbeiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und Rettungswesen Burgenlandkreis und aus weiteren Ämtern des Landratsamtes zusammen. Als Fachbearbeiter und Verbindungspersonen waren des Weiteren Mitarbeiter aus den DRK-Kreisverbänden Naumburg und Weißenfels, Vertreter des Technischen Hilfswerkes, der Polizei, des Landesverwaltungsamtes und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr in die Katastrophenschutzübung einbezogen. Insgesamt probten in der Leitstelle zirka 60 Personen in zwei Schichten den Ernstfall.

Landrat Götz Ulrich „Die moderne Gesellschaft ist durch die Vernetzung im Versorgungs-, Kommunikations- und Transportbereich äußerst störungsanfällig. Neue Bedrohungslagen wie Cyber-Angriffe auf die Infrastrukturen könnten die Ausgangslage noch verschärfen. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, ist es wichtig, verschiedene Gefahrenlagen zu proben“. Bei der heutigen Übung wurde durchgespielt, welche alternative Stromquellen und Kommunikationswege im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls zur Verfügung stehen.

Die Öffentlichkeit bekam von der Katastrophenschutzübung nichts zu spüren. Auch einen tatsächlichen Stromausfall gab es nicht. Dem Landkreis Mansfeld-Südharz kam eine Beobachterfunktion zu. Um aus der Übung Verbesserungen für den Ernstfall abzuleiten, wird es im Nachgang noch eine Auswertung geben.

Quelle: Landratsamt Burgenlandkreis