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Lichtermeer in Weißenfels für Menschen mit Behinderung

Mehr als 100 Menschen beteiligten sich am 4. Dezember 2017 an der Weißenfelser Lichterkette. Mit einer Kerze in der Hand gingen sie von der Jüdenstraße, über den Marktplatz bis zum Weihnachtsmarkt. Mit ihrem Licht machten sie auf die Lebenssituationen von Menschen mit Beeinträchtigungen aufmerksam und setzten sich für ein tolerantes Miteinander ein. Die Weißenfelser Lichterkette findet im Rahmen des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung statt. Es war bereits die 23. Auflage der Aktion.
Im Anschluss an den Marsch durch die Altstadt sprach neben Oberbürgermeister Robby Risch und Carolin Jäckel vom Teilhabemanagement Burgenlandkreis auch die Vorsitzende des Behindertenbeirates Sandy Scheunpflug auf der Bühne des Weihnachtsmarktes zu den Bürgern. Sie warf einen Blick auf die Arbeit der Beiratsmitglieder im vergangenen Jahr. Unter anderem wurden sie in die Planungen zur Barrierefreiheit des neuen Marktplatzes einbezogen. In einem anderen Projekt überprüften Scheunpflug und ihre Mitstreiter die Behindertenfreundlichkeit der städtischen Museen. Die Vorsitzende lobte in diesem Kontext die Zusammenarbeit mit der Stadt Weißenfels. Kritische Worte sendete sie hingegen an die Landespolitiker, die durch Regierungserlasse Regeln der Barrierefreiheit außer Kraft gesetzt hätte. Während die Standards für Barrierefreiheit hier einst vorbildlich waren, sei Sachsen-Anhalt mittlerweile im Ranking der Bundesländer nur noch auf den hinteren Plätzen zu finden. Scheunpflug appellierte deshalb an die Verantwortlichen, ihre Politik der vergangenen Jahre zu korrigieren.

Foto: Mehr als 100 Menschen beteiligten sich an der Weißenfelser Lichterkette und setzten ein Zeichen für die Würde von Menschen mit Behinderung. Fotografin: Katharina Vokoun

Quelle: Stadt Weißenfels