• Sachsen-Anhalt steht eine Hitzewelle bevor
  • Besonders für ältere oder kranke Menschen sind derartig hohe Temperaturen belastend
  • Das Herz muss mehr leisten um den Körper zu kühlen
  • Ärzte empfehlen Schonung, Schatten, viel Trinken und Ruhe

Der Sommer kündigt sich auch in Sachsen-Anhalt mit Temperaturen von dauerhaft über 30 Grad an. Des Einen Freud kann für ältere und kranke Menschen oder Kinder schnell zur Belastung werden: Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dann die typischen Symptome. Die Chefärzte der Asklepios Klinik Weißenfels raten insbesondere Patienten mit Herzschwäche, Bluthochdruck oder geschwächtem Allgemeinzustand zu einem gesunden Umgang mit der Hitze: Viel Trinken, luftige Kleidung und wenig körperliche Anstrengung können helfen, heiße Sommer gesund zu genießen.

„Hauptsächlich von der Hitze betroffen sind Patienten mit einer Herzinsuffizienz oder einer koronaren Herzerkrankung“, erklärt Burcin Özüyaman, Chefarzt der Klinik für Kardiologie. „Bei hohen Temperaturen muss das Herz mehr Blut durch den Körper pumpen, daher macht die Hitze Patienten mit einer verminderten Pumpfunktion des Herzens besonders zu schaffen. Sie sollten dann jede Anstrengung vermeiden und sich in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten“, betont der Kardiologe.


Bei älteren Menschen ist häufig ein Flüssigkeitsmangel Ursache für hitzebedingte Beschwerden, erklärt Jörg Hofmann, Chefarzt der Klinik für Geriatrie: „Insbesondere ältere Menschen reagieren auf Flüssigkeitsmangel sehr empfindlich. An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf erheblich über die gewohnte Trinkmenge hinaus. Das körpereigene Kühlungssystem stößt dann schnell an seine Grenzen und es kann zu einer Dehydrierung kommen. Viel Trinken, auch bei wenig Durst, ist dann die Devise.“


Da unser Körper zu 60 Prozent und unser Gehirn sogar zu 80 Prozent aus Wasser bestehen, macht sich ein Flüssigkeitsmangel als Erstes im Kopf bemerkbar. Die Patienten klagen dann über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Aber auch eine Bewusstseinstrübung kann eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein. Außerdem gehen durch das Schwitzen auch wertvolle Mineralstoffe, die der Körper für seine Stoffwechselprozesse benötigt, verloren. Insbesondere kleine Kinder sowie ältere und kranke Menschen sollten in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein, warnen die Ärzte.



Zehn „goldene Regeln“ für den richtigen Umgang mit der Hitze
Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Hier die Tipps der Ärzte der Asklepios Klinik Weißenfels:


 Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
 Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf.
 Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
 Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z.B. bei der Arbeit im Garten).
 Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie „Siesta“.
 Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
 Trinken Sie mehr als sonst, „immer über den Durst“, aber keinen Alkohol und nicht zu kalte Getränke.
 Trinken Sie nicht zu viel auf einmal, denn pro Stunde können Sie nur 500 – 800 ml Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
 Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

Sollten dennoch hitzebedingte Beschwerden auftreten oder es sogar zum Kreislaufzusammenbruch kommen, rufen Sie in jedem Fall den Rettungsdienst unter der 112.

Quelle: Asklepios Klinik Weißenfels