Arbeitsmarkt weiter unauffällig – Zahl der Arbeitslosen kaum verändert – Arbeitslosenquote bleibt weiterhin unter Landesdurchschnitt  

„Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung sind weiterhin positiv. Die Agenturwerte sind für den Burgenlandkreis optimistisch. Dafür verantwortlich sind u.a. auch die Impffortschritte und der wirtschaftliche Aufschwung. Entscheidend für die weitere Erholung des Arbeitsmarkts im Agenturbezirk ist die Entwicklung im vierten Quartal, insbesondere die Hoffnung ohne neuerliche gravierende Einschränkungen „über die Runden“ zu kommen“, so Petra Bratzke, Chefin der Weißenfelser Arbeitsagentur.

Arbeitslosigkeit  

Im August waren im Burgenlandkreis 5.908 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 6,5 Prozent. Damit bleibt die Arbeitslosenquote auf den Stand des Vormonats. Mit Blick auf die Landeswerte liegt der Burgenlandkreis weiterhin deutlich unter der Arbeitslosenquote von Sachsen-Anhalt, welche 7,1 Prozent beträgt, denn: der Markt fragt aktuell stark nach, es besteht eine hohe Fachkräftenachfrage.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Juni 1.986 Personen registriert. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,2 Prozent. Im Jobcenter Burgenlandkreis, also im Bereich der Grundsicherung, waren 3.922 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies entspricht einer anteiligen SGBII-Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.

Der Bestand der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen unter 25 Jahre steigt leicht. Im August sind 33 Jugendliche mehr von Arbeitslosigkeit betroffen, aktuell 612. Mit 10,4% bleibt der relative Anteil Jugendlicher an allen Arbeitslosen hoch. Die Arbeitslosenquote aller Jugendlicher liegt mit 8,7% über der aller Arbeitslosen. „Das ist typisch für den Sommer: denn bei der   Betrachtung der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass Jugendliche von der Schule zur Ausbildung oder zum Studium wechseln, Auswahl- und Entscheidungsprozesse immer noch laufen bzw. uns die Ergebnisse noch nicht in jedem Fall mitgeteilt wurden. Dennoch ist weiterhin unser Ziel, die noch freien Ausbildungsplätze mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Allen Jugendlichen, die gewillt sind, eine Ausbildung zu beginnen, wird die Arbeitsagentur ein Angebot unterbreiten. Die Ausbildungsvermittlung läuft auf Hochtouren, diese Personengruppe bleibt im Fokus mit zahlreichen Aktivitäten wie Aktionstagen oder Hotlineschaltung“, weiß Bratzke.

  • Die Berufsorientierung und Berufsberatung bleibt in und nach der Pandemie für die Agentur für Arbeit Weißenfels ein wichtiger Schwerpunkt im Burgenlandkreis. Das Onlineangebot erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist zu einer echten Alternative geworden. (www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen/)
  • Das Team der Berufsberatung ist telefonisch mit einer zusätzlichen lokalen Servicerufnummer auch in den Sommerferien erreichbar.
    Unter 03443 385 123 sind die Berufsberaterinnen und Berufsberater zu folgenden Zeiten erreichbar:
  • Montag bis Donnerstag von 08.00 bis 16.00 Uhr, Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr.

Regionen: Geschäftsstellen Weißenfels, Naumburg und Zeitz

Im Agenturbezirk Weißenfels entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im August in den Geschäftsstellen Weißenfels, Naumburg und Zeitz relativ einheitlich.

Stellenmeldungen und Stellenbestand

Die gute Arbeitsmarktlage spiegelt u.a. auch in der Zahl der zu besetzenden Stellen wieder. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Weißenfels waren im Juni 2.693 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Monat Juli ein Plus von 239 oder 9,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 879 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im August 503 neue Arbeitsstellen, das waren 42 oder 7,7 Prozent weniger als im Vormonat.

Seit Jahresbeginn sind damit3.189 Stellen eingegangen, das ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1.045 oder 48,7 Prozent.

Fazit:

„Der Wettbewerb um gute Kräfte bleibt das am Arbeitsmarkt bestimmende Thema. Wir müssen alles tun, um die Reserven zu heben. Dabei sind Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten, die Qualifizierung von Arbeitslosen, die Rückkehr von Arbeitskräften nach familienbezogenen Auszeiten und die Integration zugewanderter Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt eine der Herausforderungen der nächsten Jahre,“ so Bratzke abschließend.

Quelle: Agentur für Arbeit