Burgenlandkreis wartet weiter auf Unterschrift der Naumburger Straßenbahn

Seit Ende Juni wartet der Burgenlandkreis auf eine Unterschrift der Naumburger Straßenbahn GmbH (NSB). Dann könnten die rechtlichen Grundlagen umgesetzt werden, um den vom Kreistag bewilligten jährlichen Zuschuss von 120.000 Euro aus dem Kreishaushalt zu zahlen. Landrat Götz Ulrich hatte die Dienstleistungskonzession bereits übergeben und betont, dass aus Kreissicht eine sofortige Unterzeichnung möglich war. Bislang blieb die Unterschrift der NSB jedoch aus.

Ulrich: „Das Geld steht bereit. Das lange Zuwarten irritiert, denn im Juni war der Druck der NSB groß, möglichst schnell zu zahlen.“ Ohne Unterschrift fehlen aktuell Mittel, unter anderem wurden Zusatzfahrten zum Kirschfest gestrichen; nun sollen zum Weinfest weitere Fahrten angeboten werden, doch eine Vereinbarung besteht noch nicht.

Mit einer Unterschrift wäre der Weg frei, den vom Kreistag beschlossenen zusätzlichen Zuschuss von 120.000 Euro jährlich ab 2025 sofort auszuzahlen. Die Höhe steigt voraussichtlich bis 2029.

Hintergrund:

  • Die geplante Dienstleistungskonzession beauftragt die NSB mit der Erbringung des ÖPNV innerhalb Naumburgs (Stadtverkehr Naumburg, Linie 4).
  • Im Dezember 2024 stimmte der Kreistag dem Vorschlag zu, die NSB in den ÖPNV des Burgenlandkreises einzubinden.
  • Der Zuschuss umfasst 2025 rund 120.000 Euro, ab 2026 steigend, bis 2029.
  • Zusätzliche Zuschüsse der NSB umfassen aktuell ca. 205.600 Euro aus dem ÖPNV-Gesetz, ca. 30.000 Euro Tarifausgleich MDV-Verbundtarif, dazu 25.000 Euro von der Stadt Naumburg; das Schienennetz und das Depot liegen im Eigentum der Stadt Naumburg.

Foto: Landratsamt Burgenlandkreis

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