Entsorgungssicherheit Tag für Tag: Die Abfallwirtschaft im Burgenlandkreis

Sie stehen in blau oder gelb, schwarz oder braun vor jeder Haustür und sind aus dem Alltag nichtwegzudenken: die Abfällbehälter, oder umgangssprachlich: die Mülltonnen. Doch so selbstverständlich die Entsorgung ist, sollte einmal die Frage im Raum stehen: was geschieht eigentlich zwischen Bereitstellung der Tonne und dem Zurückbringen auf das eigene Grundstück? Wer kümmert sich im Burgenlandkreis darum, wohin der Abfall geht und wie er weiterbehandelt wird?

Gemeinsam mit ihren beiden Tochterunternehmen, der Entsorgungsgesellschaft Sachsen-Anhalt Süd mbH (EG SAS) und Bio Komp-SAS GmbH, dem Weißenfelser Kompostwerk, sichert die Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR (AW SAS) in seiner Funktion als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger eine zuverlässige Entsorgung aller Abfälle aus Haushalten und haushaltsähnlicher Abfälle von Gewerbebetrieben.

Am Tag der Daseinsvorsorge, dem 23. Juni, ruft die AW SAS dazu auf, diese Leistungen ganz bewusst wahrzunehmen. „Wie viele andere kommunale Unternehmen sichern unsere rund 170 Beschäftigten der AW SAS und ihrer Tochterunternehmen mit ihrer täglichen Arbeit die elementaren Leistungen der Daseinsvorsorge ab, um zu einer hohen Lebensqualität für alle Bürger beizutragen.“, bekräftigt Henrik Otto, Vorstandsvorsitzender der AW SAS – AöR. Kernaufgabe ist die Sammlung, Beförderung und Behandlung von Abfällen, aber auch die Planung, Errichtung und der Betrieb aller dazugehörigen abfallwirtschaftlichen Anlagen.

Wenn sie Entsorgungsleistungen in Anspruch nehmen möchten, können alle Bürger und Gewerbetreibende im sogenannten Holsystem auf ein flächendeckendes Angebot zurückgreifen. Den Service der haushaltsnahen Abholung bietet die AW SAS für die verschiedensten Abfallarten: neben den Leichtverpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen, Papierabfällen, Restabfall und Bioabfall in ihrem jeweiligen Abfallbehälter werden innerhalb dieses Systems nach telefonischer Anmeldung auch Sperrmüll, Elektrogeräte, Alttextilien und Altmetalle abgeholt. Im ländlichen Bereich erfolgt zudem zwei Mal jährlich eine Abholung gefährlicher Abfälle. So wurden in 2017 rund 8.220 Tonnen Abfälle aus der Gelben Tonne, knapp 22.805 Tonnen Bioabfall, knapp 9.755 Tonnen Papier und über 20.300 Tonnen Restabfall vom Grundstück abgeholt. Zudem nahm die AW SAS bspw. im Jahr 2017 rund 14.500 Sperrmüllaufträge und 7.500 Aufträge für Elektroschrott an. Mit ihren Aufgaben beweist die AW SAS jeden Tag regionale Verantwortung und Bürgernähe, denn die Entsorgung funktioniert reibungslos und vor allem überall – in der verkehrsreichen Innenstadt genauso wie in abgelegenen Regionen.

Sollte einmal Mehrbedarf an Entsorgungsleistungen bestehen oder Abfälle anderer Art anfallen, so können die Bürger zudem auf ein starkes, gut ausgebautes Netz im sogenannten Bringsystem zurückgreifen. Mit 3 Wertstoffhöfen, 10 Annahmestellen für Grün- und Astschnitt, 2 Kompostplätzen, dem Umladeplatz am Standort Nißma sowie mit der Deponie Nißma wird ein dichtes Annahmenetz geboten.

Die Beschäftigten der EG SAS, insbesondere die „Männer vor Ort“, die Fahrer und Beimänner auf den Entsorgungsfahrzeugen, kümmern sich Tag für Tag zuverlässig darum, den Abfall im gesamten Landkreis einzusammeln. Über 40 Entsorgungs- und Servicefahrzeuge fahren dafür rund 3.500 km pro Tag und holen durchschnittlich täglich ca. 310 Tonnen Abfälle aus Haushalten und Gewerbe ein. 

 

 

Ein wichtiger Baustein bei der Pflicht zur Wiederverwertung von Abfällen stellt seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1999 das Kompostwerk Weißenfels dar. Dank des Werkes ist eine hochwertige Verwertung des Bioabfalls mit Methangaserfassung sowie Verstromung möglich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: aus dem angelieferten Bioabfall und dem Grün- und Astschnitt wurden in 2017 rund 4.400.000 m³ Gas und ca. 6.626.000 kwh Strom produziert.

Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehen es die AW SAS sowie ihre Tochterunternehmen EG SAS und Bio Komp als tägliche Aufgabe an, bürgernah und zuverlässig für die Einwohner im Burgenlandkreis da zu sein. Strategien für eine effiziente Kreislaufwirtschaft unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der Gebührenstabilität prägen dabei das zukunftsorientierte Handeln.

Weitere Informationen sind auf www.awsas.de, unter Telefon 034445 223-0 oder per E-Mail an abfallwirtschaft@awsas.de erhältlich.

 

Quelle: Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd – AöR

Beitrag teilen: