Der Atomwaffenverbotsvertrag der UN tritt am 22. Januar 2021 in Kraft. Aus diesem Anlass wird vor dem Weißenfelser Rathaus am Freitag die Flagge mit der grünen Friedenstaube gehisst.

Weißenfels ist eine von insgesamt mehr als 700 deutschen Städten, die zum Bündnis „Mayors for Peace“ gehören. Weltweit umfasst das Bündnis mehr als 8.000 Mitglieder. Ziel der internationalen Vereinigung ist eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Seit 2015 wird in der Saalestadt jedes Jahr zum internationalen Flaggentag am 8. Juli die Friedensfahne gehisst.

Der Atomwaffenverbotsvertrag der UN ist ein bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zu Global Zero, einer Welt ohne Atomwaffen. Atomwaffen sind dem Beschluss zufolge völkerrechtlich geächtet und verboten.

Hintergrund:

Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen wurde von den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen. Er tritt am 22. Januar 2021 in Kraft. Den Vertrag haben 51 Staaten ratifiziert, 86 unterzeichnet. Die Atommächte sind dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland ist nicht dabei. In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag verpflichten sich die Unterzeichnenden, „nie, unter keinen Umständen” Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, Personen, die von Kernwaffentests oder Kernwaffeneinsätzen betroffen sind, umfassende Hilfe zu leisten und geeignete Maßnahmen zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen. Auch nach Inkrafttreten des Vertrages ist ein Beitritt weiterer Staaten möglich. Der zivilgesellschaftlich auf den Weg gebrachte Vertrag geht auf die Aktivitäten der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen zurück, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt.

Foto: Mayors-for-peace-Flagge

Fotografin: Katharina Vokoun

Quelle: Stadt Weißenfels