Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Burgenlandkreises rät Ge-flügelhaltern zu Schutzmaßnahmen ihrer Ställe. Grund für diese Maßnahmen ist die zunehmende Ausbreitung der Geflügelpest in Deutschland sowie der Fund ei-ner infizierten Wildente im sächsischen Torgau am 19. November 2020. Es gilt den Eintrag des Virus in Hausgeflügelbestände zu vermeiden.


Auch Geflügelhalter mit kleinen Tierbeständen sollten geeignete Schutzmaßnah-men ergreifen, um Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu vermeiden. Beispielsweise sollten Futterstellen und Tränken nur für das eigene Geflügel zu-gänglich sein. In einigen Regionen Deutschlands gilt bereits wieder die Stallpflicht für Geflügel. Zudem sollten die Überwachungsmaßnahmen toter und kranker Wildvögel intensiviert werden.


Der Vogelzug im Herbst in Richtung Süden begünstigt derzeit die Virusausbrei-tung, da es zu großen Vogelansammlungen kommt. Das Risiko des verstärkten Ein-trages des Virus in Nutzgeflügelbestände wird durch direkte und indirekte Kon-takte zu Wildvögeln derzeit als hoch eingestuft. Seit September 2020 wurden in Deutschland insgesamt 236 Fälle der Geflügelpest gemeldet. Betroffen waren un-ter anderem Wildenten und-gänse, Greifvögel, aber auch Nutzgeflügel wie Lege-hennen und Mastgänse.

Quelle: Landratsamt Burgenlandkreis