Gemach der Herzogin Maria Amalia erstrahlt nach Sanierung in neuer alter Pracht

Nach rund eineinhalb Jahren Restaurierungszeit ist das Gemach der Herzogin Maria Amalia im Schloss Moritzburg Zeitz feierlich wiedereröffnet worden. Der prunkvolle Raum, den Maria Amalia von Brandenburg bis 1718 bewohnte, zählt zu den herausragenden Raumkunstwerken des barocken Schlossensembles. Besonders die reich gestaltete Stuckdecke und der kunstvolle Kamin zeugen vom spätbarocken Zeitgeist, dessen Wirkung über Jahrhunderte durch Überfassungen und Schäden stark beeinträchtigt war.

Auf Grundlage restauratorischer Untersuchungen und in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt konnte der Raum nun weitgehend in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Ausdruckskraft wiederhergestellt werden. Die Restaurierungskosten in Höhe von 179.000 Euro wurden vollständig durch Fördermittel des Landesverwaltungsamtes, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Burgenlandkreis sowie des Burgenlandkreises finanziert.

Zur Wiedereröffnung am 18. Januar würdigten Oberbürgermeister Christian Thieme und die Fördermittelgeber die Bedeutung des Projekts für die kulturelle Identität der Region. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Ensemble „Hamburger Ratsmusik“. Zudem erhielt das Museum Schloss Moritzburg Zeitz eine besondere Schenkung: Die Porträtbüste des Komponisten Heinrich Schütz wurde als Zeichen der kulturellen Verbundenheit übergeben.

Das restaurierte Gemach macht die barocke Residenzkultur wieder erlebbar und bietet Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag der Herzogin Maria Amalia. Der Raum kann ab sofort während der regulären Öffnungszeiten des Museums Schloss Moritzburg Zeitz besichtigt werden.

Foto: © Lars Werner/Stadt Zeitz

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