In den letzten Wochen erreichten das Umweltamt Meldungen von Bürgern zu gespenstisch anmutenden Befällen von Laubsträuchern an Straßen- und Wiesenrändern im Burgenland-kreis. Für entlaubte und von Gespinsten überzogene Büsche ist nicht etwa der gefährliche Eichen-Prozessionsspinner verantwortlich, sondern die für die menschliche Gesundheit un-gefährliche Pfaffenhütchen-Gespinstmotte. Nach dem Kahlfrass regenerieren sich Bäume und Sträucher zumeist im gleichen Sommer.


Erfreulicherweise sind im Burgenlandkreis bisher keine Meldungen über ein Vorkommen des Eichen-Prozessionsspinners zu verzeichnen. Er löst beim Menschen durch Berührung toxische Reaktionen aus (Raupendermatitis). Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte ist hinge-gen für Menschen und Pflanzen ungefährlich. Nur falls Büsche durch die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte über mehrere Jahre aufeinander befallen werden, kann es zusammen mit anderen Stressfaktoren, wie z. B. Trockenheit, zu Schädigungen oder gar zum Absterben von Bäumen kommen.


Ob es sich um eine gefährliche oder eine für den Menschen ungefährliche Falter- oder Mot-tenart handelt, ist durch den Laien oft schwer einzuschätzen. Hinweise zu Befällen von Sträuchern und Bäumen können daher über das Umweltradar des Burgenlandkreises via Smartphone oder über die mobile Internetseite http://umweltradar.blk.de erfolgen. Das Umweltamt ist für die Bürger auch unter der E-Mail-Adresse umweltamt@blk.de oder der Telefonnummer 03443 / 372 241 erreichbar.


Hintergrund zur Pfaffenhütchen-Gespinstmotte: Die wichtigste Nahrungspflanze der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte ist der Gewöhnliche Spindelstrauch, auch Pfaffenhütchen genannt. Die Raupen des kleinen Falters, welcher le-diglich eine Flügelspannweite von 18 bis 24 Millimetern aufweist, leben von Mai bis Juni gesellig in Gespinsten, durch welche die Büsche häufig vollständig überzogen werden.

Quelle: Landratsamt Burgenlandkreis