Musik ist ein Handwerk. Dies ist ganz im Sinne der Initiative „handgemacht Saale.Unstrut“. Die regionale Initiative vereint traditionelles Handwerk, regionale Produkte sowie besondere Erlebnisse in der Saale-Unstrut-Region. Mit dem Angebot „Finde den Schütz in dir – Komponieren auf dem Tablett“ steuert das Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels ein besonderes Erlebnis zum Programm bei und wird Handmacher.

In der Nikolaistraße 13 in Weißenfels steht das einzige original erhaltene Wohnhaus von Heinrich Schütz, dem ersten deutschen Komponisten von internationalem Rang. Heute beherbergt das Heinrich-Schütz-Haus eine Ausstellung zum Leben und Werk des Barockkomponisten.


Zu Zeiten von Schütz galt Musik als Handwerk. „Man musste in die Lehre gehen und vier bis sieben Instrumente lernen“, beschreibt Dr. Maik Richter, Leiter des Hauses, beispielhaft den Werdegang eines Stadtpfeifers. Die Vermittlung der Handwerksform liegt dem promovierten Musikwissenschaftler sehr am Herzen. Sein Anspruch dabei: Kenner wie Laien sollen in die Klangwelt der Musik eintauchen und selbst ein Musikwerk komponieren. Das gelingt durch die App „Schütz macht Schule“. Die digitale Anwendung ersetzt das Instrument. Im Gegensatz zu diesem ist die App aber schnell erklärt und kinderleicht zu bedienen. Sie wurde exklusiv für das Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels erstellt. „Bausteine aus den Werken von Schütz werden zu einer Melodie oder einem zweistimmigen Stück frei zusammengesetzt. Somit entsteht aus Altem etwas Neues nach eigenem Geschmack“, erklärt Dr. Maik Richter die Funktionsweise der App. Als Erinnerung zum Mitnehmen wird das eigene kleine Werk in Notenform ausgedruckt.

Katharina Albrecht, Projektmanagerin von „handgemacht Saale-Unstrut“ beim Saale-Unstrut-Tourismus e.V., zeigt sich begeistert: „Finde den Schütz in dir ist ein wunderbares Mitmachangebot, ganz nach unserem Credo – mach‘s mal wieder selbst!“. Die junge Weißenfelserin begeisterte sich 2019 für die Initiative und ist seither auf der Suche nach engagierten Handmachern und Botschaftern der Region. Nunmehr 22 Handmacher füllen das Projekt mit Leben. Neben dem Heinrich-Schütz-Haus beteiligen sich fünf weitere Handmacher aus Weißenfels: Hochzeitsplanerin Jana Loth mit ihrem Programm „Priceless Moments“, die Floralwerkstatt Sandra Lange, Linas Töpferhof, der Bienenhof Schierhorn und das Weingut Gaudig. Auch Gastgebern steht die Regionalmarke offen. So hat sich das Parkhotel Güldene Berge in Weißenfels bereits der Sorgfalt und Leidenschaft der Initiative verschrieben.

An Ideen für handgemacht Saale.Unstrut mangelt es Katharina Albrecht nicht. So werden für die Ostertage 50 limitierte Päckchen mit einer Flasche Winzersekt vom Weingut Gaudig, einem Osterlämmchen aus Sandteig von der Bäckerei Sommerwerk, einer Flasche Rapsglück von MaMa’s Unstruttaler, einem Glas Fruchtaufstrich vom Obsthof Müller, handgeschmiedeten Eierbechern aus der Burgenlandschmiede und aus der Holzwerkstatt Steffen Schmidt, zwei Keramikanhängern für den Osterstrauß von Linas Töpferhof, ein Tutti-Frutti Lollie vom Bonbonmann aus Zeitz sowie einer Bienenwachskerze vom Bienenhof Schierhorn aufgelegt. Die Box kommt passend zum Osterbrunch bequem per Post und kann online im Shop auf der „handgemacht Saale.Unstrut“-Homepage bestellt werden. Auch eine Überraschung aus dem Heinrich-Schütz-Haus ist dem Paket beigelegt.

„Handgemacht Saale.Unstrut“ ist ein Projekt des Saale-Unstrut-Tourismus e.V. und wurde im Juli 2019 mit Hilfe des Bundesförderungsprogramms „Unternehmen Revier“ und der Metropolregion Mitteldeutschland ins Leben gerufen. „Handgemacht Saale.Unstrut“ vereint regionale Produkte aus dem traditionellen Handwerk, der Landwirtschaft und dem kreativen Bereich und bringt die Akteure dahinter – die Handmacher – in einem Netzwerk zusammen. Erleben können Einheimische und Gäste das vielfältige Angebot in Form von Mitmacherlebnissen oder kulinarisch auf dem Teller bei einem der „handgemacht Saale.Unstrut“-Gastgeber.

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Schütz macht Schule App, © Stadt Weißenfels

Quelle: Stadt Weißenfels