Kreisstraße in Burgheßler offiziell wieder frei

Nach fünfmonatiger Bauzeit können die Anwohner von Burgheßler wieder aufatmen: Am Freitag wurde die sanierte Ortsdurchfahrt feierlich von Landrat Götz Ulrich, Baudezernentin Angelika Renner, Verbandsgemeindebürgermeisterin Monika Ludwig und Ortsbürgermeisterin Ingrid Hesse freigegeben. Besonders erfreulich: Weil die bauausführende Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH aus Laucha Änderungsvorschläge beim Bau machte, konnte der Sperrzeitraum um drei Wochen verkürzt werden.

Wie Landrat Götz Ulrich bemerkte, weise die Ortsdurchfahrt Burgheßler auf Grund der Topografie einen sehr beengten Verkehrsraum auf. So war die bisherige Fahrbahn nur zwischen fünf und 5,90 Metern breit, die Gehwege teilweise weniger als einen Meter. “Auf Grund der unzureichenden Fahrbahnbreite war ein Begegnungsverkehr zwischen zwei Lastkraftwagen nahezu unmöglich”, betonte Ulrich. Außerdem war der Asphalt stark beschädigt, die Entwässerung funktionierte teilweise nicht mehr. Nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts können sich die Anwohner und Autofahrer nun über 350 Meter sanierte Kreisstraße freuen. Gebaut wurde gemeinsam mit der Gemeinde An der Poststraße und der Verbandsgemeinde An der Finne. Die Bausumme beläuft sich auf insgesamt rund 1.2 Millionen Euro, von denen der Burgenlandkreis rund 832.000 Euro übernahm, die Gemeinde ca. 224.000 Euro und die Verbandsgemeinde An der Finne rund 184.000 Euro. Neben der Verbreiterung der Fahrbahn auf bis zu 6,20 Meter baute der Burgenlandkreis auch eine Stützwand. Einen besonderen Dank richtete Landrat Götz Ulrich an Ralf Röhrborn, Betriebsleiter der Firma Henglein aus Klosterhäseler: “Anlieger haben im Vorfeld die Sorge geäußert, dass mit der neuen Straße das vorgeschriebene Tempolimit nicht mehr eingehalten wird. Deshalb hat Henglein neue Geschwindigkeitstafeln finanziert”, so Ulrich. Diese sind eine Ergänzung zu den aufgebrachten 30 km/h-Applikationen auf der Straße.

Beginnend ab der B 87 verläuft die Kreisstraße 2236 mit einer Gesamtlänge von ca. 7,2 Kilometer durch Hohendorf, Burgheßler bis zur L 208 in Klosterhäseler. Ab 1999 erfolgte die abschnittsweise Sanierung der Kreisstraße 2236. In den Jahren 1999 und 2000 wurde in der Ortslage Hohendorf und die Ortsverbindung zwischen Hohendorf und Burgheßler auf einer Länge von rund 1,6 km saniert. 2010 und 2011 erfolgte die Sanierung der Kreisstraße ab der B 87 bis zum Ortseingang Hohendorf auf einer Länge von rund 2,9 km. Ergänzend dazu wurden vier Brücken neu gebaut oder saniert. Im Jahr 2010 wurde der erste Bauabschnitt der Ortslage Burgheßler in einer Länge von rund 225 Metern als Gemeinschaftsmaßnahme des Burgenlandkreises mit der Gemeinde An der Poststraße und dem ehemaligen AZV Bad Kösen grundhaft ausgebaut. Zudem konnte bereits im vorigen Jahr der 1. Teilabschnitt der Ortsverbindung Klosterhäseler – Burgheßler auf einer Länge von 700 Metern grundhaft saniert werden. Mit der Planung und Bauüberwachung des nun fertiggestellten zweiten Bauabschnitts wurde das Ingenieurbüro Dr. Frank Becke aus Naumburg beauftragt.

Bild: © A. Dietrich

Quelle: Landratsamt Burgenlandkreis