Neuer Saale-Express hält auch in Weißenfels

Ab Dezember 2018 rollen die schnellen Züge zwischen Jena und Halle

In einer Stunde von Jena nach Halle fahren – möglich macht das ab 9. Dezember 2018 der neue Saale-Express der Deutschen Bahn. Fester Bestandteil des Verkehrsvertrages, der am 2. Februar 2018 im Jenaer Rathaus unterzeichnet wurde, ist ein Halt in Weißenfels.

Weitere Haltepunkte sind Merseburg, Naumburg und Bad Kösen. Der Regionalexpress wird als RE18 im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Montags bis freitags soll im morgendlichen Berufsverkehr ein zusätzliches Zugpaar als Regionalbahn fahren. Eingesetzt werden modernisierte und klimatisierte Doppelstockzüge. Die Fahrgäste profitieren außerdem von kostenlosem WLAN und Steckdosen am Platz. In jedem Zug soll ein Kundenbetreuer mitfahren.

Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel, betonte, dass der Expresszug nicht nur für die Bürger im Süden Sachsen-Anhalts gute Reisemöglichkeiten bietet. „In den Doppelstockzügen können bis zu 30 Fahrräder befördert werden. Entlang des Saaleradweges ist der Zug deshalb auch für Fahrradtouristen ein interessantes Angebot.“

In Weißenfels wurde zuletzt im Stadtrat über die geplanten Expresszüge im Süden Sachsen-Anhalts diskutiert. So rief bei der Sitzung am 25. Januar 2018 die Fraktion Bündnis für Gerechtigkeit/ GRÜNE die Stadtverwaltung dazu auf, für die geplante schnelle Regionalzugverbindung zwischen Jena und Leipzig einen Haltepunkt für Weißenfels zu fordern. Ein entsprechendes Bekunden wurde bereits vorgetragen und wird auch weiterhin betrieben. Dass Weißenfels nun schon von der Expressverbindung zwischen Jena und Halle profitiert, ist ein wichtiger Schritt, der im Kern der Forderung der Fraktionsmitglieder entspricht. Ob Weißenfels auch auf der Schnellstrecke Jena-Leipzig als Haltepunkt ausgewiesen wird, soll voraussichtlich Ende Februar 2018 bekanntgegeben werden. „Wir sind optimistisch, dass Weißenfels aufgrund seiner Bedeutung als einwohnerreichste und wirtschaftsstärkste Stadt im Burgenlandkreis im Rahmen einer möglichen Angebotserweiterung als Haltepunkt berücksichtigt werden wird“, sagte Lars Meinhardt, Amtsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung. Die schnellen Regionalzugverbindungen zwischen Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen dienen als Ausgleich für die Abkopplung der Region, insbesondere auch des Burgenlandkreises, vom ICE-Netz.

Foto: Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel hob die Chancen für den Tourismus im Süden Sachsen-Anhalts hervor, die sich durch den neuen Expresszug bieten.

Bild/Quelle: Stadt Weißenfels