Oberbürgermeister spricht beim Neujahrsempfang über Visionen für Weißenfels

Unter dem Motto „lebensWert – Visionen für Weißenfels“ hatte Oberbürgermeister Robby Risch am 10. Januar 2018 zum Neujahrsempfang der Stadt Weißenfels in das Kulturhaus eingeladen. Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur, richtete ein Grußwort an die mehr als 150 Gäste. Zu diesen gehörten unter anderem der Bundestagsabgeordneter Dieter Stier, der Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt Thomas Pleye, der Kommandeur des Sanitätsregiments 1 Oberstarzt Dr. Axel Wessel sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Passend zum Motto sprach Oberbürgermeister Robby Risch in seiner Neujahrsrede über die langfristige Ausrichtung der Stadt Weißenfels. Ein zentrales Thema sei in diesem Zusammenhang die Digitalisierung. Hier habe die Stadt mit der digitalen Ratsarbeit und der App „wappfels“ im Jahr 2017 wichtige Projekte realisiert. In naher Zukunft soll laut Risch auch die Rechnungs- und Gebührenerstellung elektronisch funktionieren. Außerdem möchte er ein kostenfreies WLAN auf dem Markplatz einrichten. Ein weiterer Schwerpunkt der Stadt Weißenfels liege im Ausbau des Angebots von attraktivem Wohnraum. Natürlich spielten beim Zukunftsentwurf des Oberbürgermeisters auch die zahlreichen Bauvorhaben der Saalestadt eine Rolle. „Weißenfels muss Heimat sein“, sagte Risch und machte deutlich, dass für ein solches Verbundenheitsgefühl weiche Standortfaktoren immer wichtiger werden: „Wir sanieren unsere Bäder, bieten für kleines Geld zahlreiche Sportstätten an. Doch das reicht nicht. Wir brauchen trendige Freizeitangebote wie einen Indoor-Spielplatz, einen Kletterwald oder eine Laser-Tag-Halle.“ Das Stadtoberhaupt machte aber auch deutlich, dass für die Weiterentwicklung der Stadt mehr freiwillige Bürgerarbeit notwendig sein wird. So wünscht er sich mehr Bürgerinnen und Bürger, die nicht alles vorgesetzt bekommen und nicht einfach passiv regiert werden wollen, sondern sich selbst tatkräftig für das Allgemeinwohl und ihre Heimatstadt engagieren. Darüber hinaus muss laut Risch die aktuelle Unsicherheit in Bezug auf die Finanzsituation der Saalestadt beendet werden. „Durch die hohe Kreisumlage werden wir unserer Zukunftsvisionen ein Stück weit beraubt“, sagte der Oberbürgermeister und kündigte an, juristische Optionen gegen das Vorgehen des Burgenlandkreises zu prüfen.
Mit Visionen für Kultur und Tourismus war Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger nach Weißenfels gekommen. So weckte er bei den Gästen die Vorfreude auf anstehende Großveranstaltungen wie beispielsweise anlässlich des Bauhausjubiläums im Jahr 2019 oder des 350. Todestages von Heinrich Schütz im Jahr 2022. „Die Kulturschätze hier in der Region sind eine Freude. Ich weiß aber auch, dass Sie finanzielle Unterstützung benötigen, um all dies genießen zu können. Ich sichere Ihnen zu, dass die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur an der Seite der Stadt Weißenfels stehen werden“, sagte Schellenberger. Passend dazu hatte er für die Kulturamtmitarbeiter ein paar Hausaufgaben im Gepäck. So überreichte er Unterlagen für das neue Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes „Modelle für Kultur im Wandel“. Hierfür beginn im Jahr 2018 die Vorbereitungsphase der Antragsstellung. Bewilligte Projekte von Museen, Theatern oder Bibliotheken könnten später eine bis zu 80-prozentige Förderung erhalten.
Im Rahmen des Neujahresempfangs ehrt die Stadt zudem traditionell Mitmenschen, die sich langjährig und ehrenamtlich in Weißenfels engagieren. Oberbürgermeister Risch und Stadtratsvorsitzender Jörg Freiwald überreichten Ehrennadeln an Edwina Teichert, Felicitas Jordan und Cornelia König, die alle als Lehrerinnen am Goethegymnasium tätig sind und dort zahlreiche Musicalprojekte realisiert haben. Das musikalische Rahmenprogramm des Neujahrsempfangs gestalteten in diesem Jahr die Weißenfelser Stadtmusikanten. Für sie gab es im Anschluss an den Auftritt eine große Überraschung. Die Musiker durften sich in das Ehrenbuch der Stadt Weißenfels eintragen. „Die Stadtmusikanten vertreten Weißenfels in der Region und darüber hinaus. Sogar in Rom vor dem Papst haben sie schon gespielt. Hinzu kommt, dass sie seit 2002 mit dem Projekt ‚Weißenfels musiziert‘ junge Menschen in ihrer musikalischen Entwicklung unterstützten“, begründete Jörg Freiwald die Ehrung. Einen Auftritt hatten am Ende des Neujahrsempfangs auch die Sternsinger der katholischen Gemeinde Weißenfels, die in diesem Jahr Spenden für Kinder in Indien sammeln. Knapp 750 Euro landeten dank der Unterstützung vieler Gäste in der Spendendose.

Fotos: -Für die Umsetzung zahlreicher Musicalprojekte wurden die Lehrerinnen Edwina Teichert, Felicitas Jordan und Cornelia König (v.l.n.r.) mit der Ehrennadel der Stadt Weißenfels ausgezeichnet. Oberbürgermeister Robby Risch (r.), Stadtratsvorsitzender Jörg Freiwald und Weinprinzessin Ann-Kathrin Fischer überreichten die Auszeichnung.

Fotografin: Katharina Vokoun  

Quelle: Stadt Weißenfels

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