Stadt Weißenfels setzt neben Ventilwächtern nun auch Parkkrallen ein

Die Stadt Weißenfels arbeitet seit 1. Januar 2018 mit Parkkrallen, um konkrete Gefahren durch PKW-Führer abzuwehren. Die Parkkralle setzt das Weißenfelser Ordnungsamt ab sofort vor allem bei hartnäckigen Sündern ein, die beispielsweise ohne Versicherungsschutz im öffentlichen Straßenraum mit dem Auto fahren.
Bereits seit September 2013 kommt in der Saalestadt der sogenannte Ventilwächter gegen Schuldner zum Einsatz. Hinter diesem Begriff verbergen sich pneumatische Wegfahrsperren, die an zwei Reifen am Fahrzeug des Schuldners angebracht werden. Fährt dieser damit los, entweicht durch Rotation die Luft des Reifens und nach spätestens 500 Metern sind die Reifen platt. Die Parkkralle wird an einem Rad des betroffenen Fahrzeuges angebracht und somit festgesetzt. Im Unterschied zum Ventilwächter kann das Fahrzeug nicht mehr fortbewegt werden.
Sind Ventilwächter oder Parkkralle angebracht, findet der Fahrzeugführer sowohl auf der Fahrer- als auch auf der Beifahrerseite einen Hinweiszettel mit Kontaktdaten und Anweisungen, was für die Freigabe des Fahrzeugs zu tun ist. Bei einem Vollstreckungsauftrag wird ein Pfandsiegel auf der Frontscheibe angebracht. Zusätzlich senden die städtischen Mitarbeiter dem Fahrzeuginhaber in beiden Fällen umgehend ein schriftliches Protokoll per Post zu. Sollte der Fahrzeughalter hingegen innerhalb von drei Tagen nach Anbringung keinen Kontakt mit der jeweiligen Behörde aufnehmen, so wird das Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt.

Quelle und  Foto: Stadt Weißenfels

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