Städtebauliche Entwicklung in Weißenfels geht 2018 weiter

In Weißenfels tut sich etwas, und auch im Jahr 2018 wird weiterhin an der Verschönerung der Saalestadt gearbeitet. Etwa 11,94 Millionen Euro werden in den kommenden zwölf Monaten für diverse Bauvorhaben ausgegeben. Dabei ist es der Stadt gelungen, dass rund neun Millionen Euro der Gesamtkosten über verschiedene Förderprogramme finanziert werden können.

Weißenfels bleibt also auch 2018 eine Stadt mit vielen Baustellen – einige werden in Angriff genommen, andere fortgeführt und manche fertig gestellt. Allein im Straßenbau stehen in diesem Jahr mehr als 40 Baumaßnahmen auf dem Plan, die teilweise mit verschiedenen Beteiligten durchgeführt werden. Zu einer der wichtigsten gehört der Marktplatz. Dessen Sanierung soll bis Ende November 2018 abgeschlossen sein. Die umfangreichen tiefbautechnischen Arbeiten sind schon weit fortgeschritten. Für die spätere Rinne haben Bauarbeiter bereits ein Fundament gesetzt. Bei guten Wetterverhältnissen können im Januar die ersten Pflastersteine verlegt werden. Ebenfalls in den letzten Zügen befindet sich das Projekt Feuerwache. Nach Fertigstellung des Neubaus in 2017 werden im Jahr 2018 nun noch das Alte Technische Rathaus, die angrenzenden Garagen und der Schlauchturm abgerissen und in diesem Zusammenhang auch Altlasten im Boden entsorgt. In dem Bereich des Geländes soll ein Parkplatz entstehen. Für das Projekt sind insgesamt vier Monate Bauzeit anberaumt.

 

Auch die Bauarbeiten in der Saalstraße und in der Jüdenstraße kommen nach anfänglichen Schwierigkeiten, die so nicht vorhersehbar waren, voran. Kanäle und Leitungen sind verlegt. Damit ist der schwierigste Teil der Maßnahme geschafft. Bis Ende Juni 2018 müssen noch einige Stromleitungen und Telekomkabel neu verlegt werden. Die Stadt Weißenfels wird außerdem die Gehwege, die Fahrbahn sowie Stellflächen am Fahrbahnrand errichten. Dafür kommen Granitpflastersteine und Asphalt zum Einsatz. Eine neue Straßenbeleuchtung wird ebenfalls aufgestellt.

Nach Abschluss der Arbeiten fangen ab Juli 2018 nahtlos Sanierungsmaßnahmen in der Klosterstraße und in der oberen Saalstraße (Abschnitt zwischen Novalishaus und Nikolaistraße) an. Wie schon beim Projekt Saalstraße wird die Stadt Weißenfels auch hier wieder mit der Abwasserbeseitigung Weißenfels AöR, den Stadtwerken und der Telekom zusammenarbeiten. Die Straßenbaumaßnahme Klosterstraße wird über Fördermittel Städtebauförderung Soziale Stadt finanziert.

Straßensanierungen gibt es auch in Uichteritz. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Lobitzscher Straße (Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Weißenfels mit dem Burgenlandkreis und anderen Partnern) erfolgen mit Fördermitteln des Entflechtgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt. In der Kernstadt erfolgt eine schrittweise Sanierung der Neuen Straße, der Zimmerstraße und der Schulstraße durch die Abwasserbeseitigung Weißenfels AöR dank Geldern aus der Hochwasserschadensbeseitigung. Aus diesen Töpfen werden auch Fahrbahn und Gehwege der Großen Deichstraße im Abschnitt zwischen Niemöllerplatz und Hirsemannstraße erneuert, nachdem vor Ort im Jahr 2017 bereits eine Stützwand an der Saale hergerichtet wurde.

Ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung ist in den kommenden Jahren das Gebiet zwischen Niemöllerplatz und Stadtpark. Das Gebäude der Alten Sparkasse baut der Burgenlandkreis zu seinem neuen Jobcenter um. Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) des Landes Sachsen-Anhalt 2014-2020 begleitet die Stadt Weißenfels die Entwicklung des Areals rund um das neue Jobcenter. Mithilfe der 93-prozentigen Förderung durch die Europäische Union, den Bund und das Land Sachsen-Anhalt sollen vor Ort Brachflächen revitalisiert werden. So entsteht am Niemöllerplatz ein Klimaparkplatz mit etwa 80 Stellflächen, Fahrradstellplätzen, E-Ladestationen und Photovoltaik-Technik, dessen Baubeginn für Herbst 2018 geplant ist. In den Blickpunkt rückt in diesem Zusammenhang auch die Sanierung des Novalis-Hinterhauses. Das Vergabeverfahren hierfür läuft bereits. Bis März 2018 soll ein Gremium das Planungsbüro auswählen. Dann starten die Planungen, sodass der Baubeginn im Jahr 2019 realisiert werden kann. Vom Jobcenter bis zum Stadtpark soll zudem eine sogenannte „Grüne Achse“ errichtet werden. Im Rahmen eines Wettbewerbs werden voraussichtlich 14 Planungsbüros Gestaltungsvorschläge einreichen. Eine Jury wird die Bewerbungen Anfang 2018 auswerten. Zum Tag der Städtebauförderung im Mai 2018 werden alle Bewerberentwürfe der Öffentlichkeit präsentiert.

Fleißige Handwerker sehen die Weißenfelserinnen und Weißenfelser im Jahr 2018 stattdessen im Rathaus. Dort werden mithilfe von Geldern des Förderprogramms STARK V bis Ende 2019 das erste und zweite Obergeschoss saniert. Die Ausschreibungen laufen bereits. Im Januar starten die Rohbauarbeiten. So müssen unter anderem Tragbalken verstärkt, Fußböden erneuert und einige Grundrissänderungen vorgenommen werden. Auch Weißenfels’ Dauerbaustelle, das Schloss Neu-Augustusburg, gehört im Jahr 2018 zu den Bauprojekten. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat die Stadt einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1,4 Millionen Euro erhalten – und das als einzige Stadt in Sachsen-Anhalt. Mit dem Geld wird bis zum Jahr 2021 schrittweise der Südflügel statisch gesichert. Begleitend zu den Bauarbeiten erfolgt im Jahr 2018 unter dem Motto „verSCHLOSSene Räume öffnen“ ein dialogisch orientierter Beteiligungsprozess. Zusammen mit Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft werden in Workshops und Werkstätten Ideen für eine nachhaltige Nutzung des Schlosses erarbeitet. Der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtkosten liegt bei etwa 33 Prozent. Weitere Mittel für das Schloss Neu-Augustusburg fließen aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Mit ihnen werden die Arbeiten im südlichen Westflügel fertiggestellt. Zudem muss die Stadt Weißenfels den nördlichen Westflügel statisch sichern. Insgesamt ist von einem finanziellen Aufwand (inklusive Planung und Gutachten) von zirka 1,9 bis 2,9 Millionen Euro auszugehen. Darüber befinden sich die Räume der Dauerausstellung zur Barocken Fürstenresidenz. Diese bleiben mindestens bis zur Beendigung der Notsicherung geschlossen, die ersten Schätzungen zufolge etwa 800.000 Euro kosten wird.

Gearbeitet wird zudem an dem Neubau Kita Großkorbetha und der Sanierung Kita Tagewerben im Gebäude der Grundschule. In Großkorbetha sind die bauvorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen. Bei gutem Wetter können im Januar die Bohrungen für das Fundament fortgesetzt werden. In Tagewerben wurden bereits die Grundleitungen verlegt und eine Entkernung des Gebäudes vorgenommen. Nach erfolgreicher Ausschreibung kann im Jahr 2018 dann mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung beider Projekte ist im Jahr 2019 geplant. Nach den Vorstellungen der Stadt sollten in naher Zukunft auch die Gebäude der Kita Uichteritz, der Herderschule und der Einsteinschule erneuert werden. In diesem Jahr werden deshalb Fördermittel für diese Vorhaben beantragt werden. Ebenfalls einen Antrag auf Fördermittel hat die Stadt für die Sanierung der Straße Zum Bahnhof (Abschnitt von der Merseburger Straße bis zum Bahnhofsgebäude) gestellt. Die beantragten Gesamtkosten betragen rund 2,5 Millionen Euro. Darüber hinaus werden 2018 die Planungen zur Bauausführung der Straße „Am Löbicken Anger“ begonnen.

Fotografin aller Fotos: Katharina Vokoun

-Die Sanierung des Marktplatzes wird im November 2018 abgeschlossen.

-Das Schloss Neu-Augustusburg wird seit vielen Jahren saniert. Bis zum Jahr 2021 erhält die Stadt Weißenfels nun Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

-Der Entwurf zum Klimaparkplatz am Klingenplatz sieht neben Parkflächen auch Fahrradstellplätze und E-Ladestationen vor.

– Die Bauarbeiten in der Saalstraße und in der Jüdenstraße kommen nach anfänglichen Schwierigkeiten voran und werden Ende Juni 2018 abgeschlossen.

 

Quelle: Stadt Weißenfels

Beitrag teilen: