Rückblick der Beratungsstelle zum bundesweiten Aktionstag Sucht am 04.11.2020

„Wir sind viel flexibler geworden“, sagt Susen Lups von der Suchtberatungsstelle Zeitz der Diakonie Naumburg- Zeitz. Zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Machner hätte sie sich vor Corona nicht vorstellen können, Klienten nur per Telefon zu beraten. Inzwischen ist es Routine geworden.

Einen Lock-Down gab es in der Beratungsstelle nicht.

Von Ende März bis Juni war die Beratungsstelle unverändert besetzt. „Wir waren die ganze Zeit da, haben unsere Klienten angerufen und die sonst persönlichen face-to-face- Beratungen 1 zu 1 telefonisch durchgeführt“, so die Suchtberaterin Susen Lups.

„Als dann die Lockerungen kamen, haben wir ein entsprechendes Hygienekonzept erstellt und einen Mix aus persönlichen und telefonischen Beratungen gefahren“, sagt Suchtberaterin Daniela Machner. „Die Telefontermine erfordern sehr viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Von allen Sinneswahrnehmungen bleibt uns nur das genaue Zu- und Hinhören. Wir können weder die Mimik und Gestik der Klienten sehen, noch nonverbale Ausdrucksweisen wahrnehmen. Das macht die Beratungen für uns anstrengender.“

Obwohl das im März noch schier unmöglich schien, blicken die Beraterinnen heute überwiegend positiv zurück. Auch die Klienten melden die telefonischen Kontakte als eine erleichternde Veränderung zurück. Sie müssen zum Beispiel nun nicht mehr einen ganzen Tag frei nehmen, um einen Termin bei der Suchtberatungsstelle wahrzunehmen. Das können sie jetzt einfach in der Frühstücks- oder Mittagspause erledigen.

„Auch die Klienten, die sich in der Beratungsstelle auf ihre MPU vorbereiten, um ihren Führerschein wieder zu erlangen profitieren von den Corona-Veränderungen“ so die Fachkraft für qualifizierte MPU-Beratung Susen Lups. Derzeit sitzen in den Kursen statt acht maximal fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Das macht die Kurse viel intensiver und effektiver.“

Natürlich gab es auch erschwerende Bedingungen in diesem besonderen Beratungsjahr.

„Wir haben den Kontakt über Telefon bestmöglich gehalten, aber der persönliche Kontakt unter Gleichgesinnten in der Gruppe, hat den Klienten doch gefehlt“, sagt Daniela Machner, zuständig für die Ambulante Nachsorge. 

Die Suchtberatung Zeitz bleibt flexibel. „Sollte sich die Situation wieder verschärfen, können wir jederzeit wieder auf Telefonberatung umstellen“, sagt Susen Lups. „Wichtig ist, dass wir weiterhin uneingeschränkt erreichbare Ansprechpartnerinnen für unsere Klienten sind!“

So soll der bundesweite Aktionstag auf die Dringlichkeit der (Weiter-)Finanzierung und die Zukunftssicherung der Suchtberatungsstellen aufmerksam machen. Er

findet erstmalig am 4. November 2020 mit dem Motto „Kommunal wertvoll!“ unter der

Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung statt.

Menschen, die Hilfe brauchen, erreichen die Suchtberatungsstelle Zeitz unter:
Telefon: 03441 5391580 oder E-Mail: suchtberatung.zeitz@diakonie-naumburg-zeitz.de


Weitere Informationen:

Daniela Machner und Susen Lups, Suchtberatungsstelle Zeitz: 03441 5391580

Siegried Kosdon, Geschäftsführer Diakonie Naumburg-Zeitz: 03445 2337 130

Antje Sommer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: 0176 60 369 712

www.diakonie-naumburg-zeitz.de