SRH Klinikum Burgenlandkreis übernimmt künftig SRH Tarifvertrag für nichtärztlichen Dienst. Neuer Träger dankt Mitarbeitern für Engagement.

Naumburg, 25.05.2020
Es ist ein Signal der Wertschätzung für die Beschäftigten: Knapp 900 Mitarbeiter aus dem nichtärztlichen Dienst des SRH Klinikums Burgenlandkreis werden wenige Wochen nachdem das gemeinnützige Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH die Trägerschaft übernommen hat, eine Einmalzahlung zwischen 1000 und 1500 Euro erhalten. Bereits rückwirkend zum April erhalten Pflegende zusätzlich eine monatliche Zulage von 200 Euro. Ab Herbst 2020 erfolgt dann der stufenweise Einstieg in den SRH Tarifvertrag. Das sind Ergebnisse der im Mai geführten Haustarifverhandlungen zwischen der SRH Kliniken GmbH und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.


Das zuvor insolvente Klinikum mit den Standorten Naumburg und Zeitz wurde zum 1. April von der SRH übernommen. Die schnelle Anhebung der Gehälter spiegelt die gute Zukunftsperspektive wider, die der neue Träger sieht. „Die Mitarbeiter unserer neuen SRH Kliniken in Naumburg und Zeitz hatten durch die Insolvenz eine schwere Zeit. Wir staunen über das Engagement und die Leidenschaft der Belegschaft für den Neuanfang. Das gibt uns den Mut, Geld in die Hand zu nehmen und die Vergütung wesentlich zu verbessern“, bedankt sich Verhandlungsführer Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, bei der Belegschaft. Zugleich lohne es sich für Pflegende, ans SRH Klinikum Burgenlandkreis zu wechseln. „Das ist erst der Anfang. Die SRH Kliniken sind gemeinnützig und investieren ihre Gewinne in die Qualität der Patientenversorgung und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das konnten wir mit ver.di für das Haus umsetzen.“


Alle Mitarbeiter erhalten im Juni einmalig 1000 Euro, Beschäftigte im pflegerischen Bereich bekommen weitere 500 Euro im September. Alle anderen Beschäftigten erhalten drei zusätzliche Urlaubstage in 2020. Darüber hinaus erhalten Pflegende und Mitarbeiter im OP, in der Notaufnahme und im Kreißsaal ab sofort bis zum Herbst eine monatliche Zulage in Höhe von 200 Euro. Ab Herbst bis Ende 2022 erfolgt dann die stufenweise Anpassung an den SRH Tarifvertrag. Von allen Steigerungen des SRH Tarifs profitiert die Belegschaft währenddessen automatisch.


„Die Mitarbeiter-Orientierung der gemeinnützigen SRH war deutlich zu spüren. Es ist in SachsenAnhalt einmalig, dass unmittelbar mit Übernahme den Beschäftigten eine gute tarifliche Perspektive aufgezeigt wird. Mit diesem Ergebnis steigen die Einkommen der Beschäftigten in den nächsten zweieinhalb Jahren um bis zu 20 Prozent. Da können sich andere Träger in Sachsen-Anhalt eine dicke Scheibe abschneiden“, sagte Bernd Becker, Landesbezirksfachbereichsleiter bei ver.di.


Das Verhandlungsergebnis muss auf beiden Seiten noch durch die Aufsichtsgremien bestätigt werden.
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Quelle. SRH Klinikum Burgenlandkreis