Der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch verkündete am 26. August 2021, dass er bei der Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2022 nicht noch einmal kandidieren wird. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede zum Weißenfelser Altstadtfest sagte er: „Meine Amtszeit als Oberbürgermeister endet definitiv am 31. Juli nächsten Jahres“. Bereits vor einigen Wochen habe er sich dazu entschieden, nicht noch einmal anzutreten.

Seine Beweggründe brachte Robby Risch mit einem Zitat aus dem Thriller „Liebeskind“ von Romy Hausmann auf den Punkt: Verantwortung heißt, dass man dafür sorgen muss, dass das Richtige getan wird. „Das ist mir in letzter Zeit mit diesem Stadtrat nicht mehr gelungen“, sagte das Stadtoberhaupt. „Persönlich habe ich die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob ich Dinge arbeiten soll, die ich für grundsätzlich falsch erachte“, fügte er hinzu. Eine Anspielung auf die Baumaßnahme Stadtarchiv im Novalis-Hinterhaus, die von der Verwaltung lange vorbereitet und dann vom Stadtrat im Juni 2020 in letzter Minute gestoppt wurde. Die Stadt Weißenfels musste daraufhin 3,8 Millionen Euro Fördermittel zurückgeben und hatte 500.000 Euro Planungskosten umsonst gezahlt.

Der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch ist seit dem Jahr 2008 im Amt. Er ist parteilos. In seiner Rede versprach er, sich auch in den letzten Monaten seiner Amtszeit mit ganzer Kraft für die Interessen der Weißenfelserinnen und Weißenfelser einzusetzen. So will er unter anderem für die Wiederbelebung des ehemaligen Filmpalastes „Gloria“ noch wichtige Weichen stellen. Die Wahl des neuen Weißenfelser Oberbürgermeisters soll im April 2022 stattfinden. 

Foto: In seiner Eröffnungsrede zum Weißenfelser Altstadtfest erklärte Oberbürgermeister Robby Risch, dass er im Jahr 2022 bei der Oberbürgermeisterwahl nicht noch einmal für das Amt kandidieren wird.

Fotografin: Katharina Vokoun

Quelle: Stadt Weißenfels