Wölfe verpassen Sensation in Oldenburg

Am Sonntag unterlag der Mitteldeutsche Basketball Club nach einer Aufholjagd am Ende hauchdünn mit 84:86 beim amtierenden Vizemeister in Oldenburg. Andrew Warren lieferte erneut die beste Leistung seines Teams ab und legte 24 Zähler auf.

Wer hätte das gedacht? Nach einem Fehlstart und drei schwächeren Vierteln kämpften sich die Wölfe am Sonntagnachmittag in Oldenburg zurück und hatten am Ende sogar die Chance auf die Sensation und dadurch die zwei Punkte zu entführen.

 

Zum Start in die Partie machten sich das Spiel vom Freitag, die Fahrt und die kurze Vorbereitung bei den Gästen bemerkbar. Nach dreimaliger Wiederholung angelte sich Djordje Pantelic den Sprungball, doch die Hausherren legten danach einen 9:0-Lauf hin, den Igor Jovovic mit einer Auszeit stoppte. Danach brachte Andrew Warren seine Wölfe per Dreier ins Spiel. Doch gegen Rasid Mahalbasic sollten sie keine richtige Lösung finden, unentwegt punktete der österreichische Big Man. Aber langsam nahmen auch die Mitteldeutschen Fahrt auf. Nach einem offenen Distanztreffer von Warren setzte Marcus Hatten seinen Kollegen Kruize Pinkins in Szene, der den Ball zum 12:15 einnetzte. Mit 20:26 ging es in den zweiten Abschnitt.

 

Mit einem Distanztreffer von Lamont Jones war die Partie wieder völlig offen, bis zur Mitte des Viertels erneut Rasid Mahalbasic heiß lief und seine Mannschaft im Alleingang nach vorn pushte. Plötzlich lagen die Sachsen-Anhalter mit 12 Zählern hinten. Andrew Warren setzte unter diesen Lauf einen Schlussstrich, aber bis zur Halbzeitpause sollte sich das Blatt nicht wenden. Mit 34:47 aus Sicht der Wölfe ging es zur Halbzeitbesprechung.

 

Zurück auf dem Parkett eröffneten beide Teams die zweite Hälfte mit Distanztreffern, bevor Philipp Schwethelm den MBC mit einem weiteren Erfolg von jenseits des Perimeters mit 16 Punkten in Rückstand brachte. Das war für die Mitteldeutschen kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Erneut griffen sie an und kamen auf acht Punkte heran. Beim 59:69 zum Ende des Viertels wirkte die Messe bereits wie gelesen.

 

Kaum einer rechnete mit der Energieleistung, welche die Wölfe zum Schlussspurt abriefen. Marcus Hatten, Kruize Pinkins und Djordje Drenovac ackerten sich Punkt um Punkt heran und Topscorer Andrew Warren glich in der 35. Minute per And One zum 73:73 aus. Zwei Minuten später holte Djordje Drenovac von der Freiwurflinie schließlich die erste Führung für seine Mannschaft. Ein spannender Schlagabtausch entstand. Auch ein Unsportliches Foul von Warren beim Versuch, Ex-Wolf Massenat im Fastbreak zu stoppen, brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Ein offener Dreier von Michey McConnell bei noch 50,2 Sekunden war fast die Vorentscheidung, doch nach einer MBC-Auszeit schloss Lamont Jones per Korbleger ab und bei noch 8 Sekunden im Spiel brachte Drenovac sein Team mit 2 Bonuswürfen wieder auf einen Zähler ran. Oldenburg zog die Auszeit und sicherte sich so den Einwurf. Malte Schwarz stoppte die Uhr mit einem taktischen Foul an Frantz Massenat, der vergab zur Erleichterung der Wölfe beide Würfe. Rasid Mahalbasic krallte sich den Offensivrebound und wurde dabei von Kruize Pinkins gefoult. Mahalbasic brachte nur einen Freiwurf im Korb unter. Fünf Sekunden hatten die Mitteldeutschen für den letzten Angriff. Doch dann rutschte Lamont Jones aus, passte den Ball zu Kruize Pinkins, dessen Not-Dreier verfehlte das Ziel und besiegelte die Niederlage der Sachsen-Anhalter.

 

„Es hat Spaß gemacht, in dieser tollen Atmosphäre zu spielen. Vielleicht waren wir auch deswegen ein wenig zu sehr beeindruckt in der ersten Hälfte, wo wir – bei allem Respekt für Oldenburg – ein wenig unterperformt haben. Wir haben da nicht so Defense gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. In der zweiten Hälfte haben wir aggressiver agiert. Dennoch haben wir das wichtigste nicht erreicht: nämlich zu gewinnen“, fasste Igor Jovovic auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zusammen.

 

MBC: Hatten (6 Pkt., 7 Ass.), Jones (18), Pantelic (8 Pkt., 9 Reb.), Drenovac (18), Pinkins (8), Gloger (2), Warren (24), Schwarz, Kerusch, Turudic.

 

EWE Baskets Oldenburg: Scott (4), Moore (2), Tadda (5), Massenat (10), Paulding (13), Mahalbasic (25 Pkt., 7 Reb.), Philmore (9), McConnell (7), Schwethelm (11), Bacak.

Foto: Thomas Scheidt

Quelle: MBC

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