Jahrelang herrschte Stillstand in der Rahnestraße was dazu führte, dass die unbewohnten Häuser mit ihrer historischen Bausubstanz dem Verfall preisgegeben wurden. Dass dieser Zustand ein Ende finden muss, weiß Oberbürgermeister Christian Thieme und deshalb setzt er seit Beginn seiner Amtszeit alles daran, dass Straße und Häuser saniert und wieder einer Nutzung zugeführt werden. „Die Rahnestraße mit ihrem historischen Bestand ist das Tor zur Innenstadt und genau wie alle Zeitzer möchte ich, dass hier wieder Leben einzieht und die Straße zum Blickfang für Einwohner und Gäste wird. Gerade der nördliche Bereich der Straße hat potenziell eine sehr hohe Wohnqualität und wird damit auch zur Belebung der Innenstadt beitragen können“, so Oberbürgermeister Christian Thieme.


In Gesprächen und Vor-Ort-Terminen zwischen Eigentümern und Verwaltung suchte man gemeinsam nach Lösungen und bot Hilfe bei eventuellem Verkauf oder Sicherungs- und Sanierungsplänen an. Nicht von jedem wurde das Angebot angenommen und so gestaltete sich das Vorhaben in den letzten Jahren schwieriger als gedacht. Trotz zahlreicher Rückschläge ließ man sich in der Verwaltung nicht vom Weg abbringen, sondern fand unter anderem mit der Wohnungsbaugesellschaft Zeitz (WBG) einen Partner, der die Sanierung und Instandsetzung von historischen Gebäuden in der Stadt bewerkstelligen kann. So kaufte die WBG im Jahr 2020 das Haus der Rahnestraße 8 und will dieses als Wohnhaus grundhaft sanieren. „In diesem Jahr wird das Dach grundlegend saniert, die Holzbalkendecken werden entfernt und durch Massivdecken ersetzt, weitere Sicherungsmaßnahmen werden durchgeführt und es werden Vorbereitungen für den Ausbau der Wohnungen getroffen. Um die Sanierung zu finanzieren, haben wir bereits Fördermittel beantragt und warten jetzt auf eine Bewilligung dieser“, erklärt Kerstin Hubeny, die Projektleiterin der WBG. Auch wenn einige Elemente beim Umbau ausgetauscht werden müssen, achtet die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Zeitz in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalschutz auch darauf, dass die Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes erfolgt. „Wir legen den Eigentümern keine Steine in den Weg, sondern achten darauf, dass wir bereits bei den Planungen gemeinsam am Tisch sitzen, bei Anträgen mitwirken und darüber sprechen was bei der Sanierung zu beachten ist“, erklärt Christian Mansfeld, Leiter der unteren Denkmalschutzbehörde in Zeitz und fügt hinzu „Die WBG ist ein sehr guter Partner der Stadt Zeitz. Das Unternehmen setzt sich für den Erhalt und die Sanierung der denkmalgeschützten Häuser genauso stark ein wie Oberbürgermeister Christian Thieme, der uns den letzten Jahren vor allem im Bereich der Rahnestraße große Rückendeckung gegeben hat“.


Oberbürgermeister Christian Thieme berichtet zudem, dass die WBG nach einigen Verhandlungen auch die Häuser Nummer 6 und 7 in der Rahnestraße, letzteres von der Stadt, gekauft hat und hier ein Mehrgenerationenhaus, auch als Impulsgeber für die Entwicklung des Quartiers, entstehen wird. „Der Kauf und die Sanierung der beiden Häuser sind ein Projekt des Strukturwandels und haben es zum Pilotprojekt des Förderaufrufs zur Altstadtsanierung nach dem Investitionsgesetz Kohleregionen gebracht. Ich habe die Idee an die WBG herangetragen und bin, schon angesichts der Bedeutung für die Stadtentwicklung, auf großes Interesse gestoßen und gemeinsam freuen wir uns jetzt auf die Umsetzung und nach Fertigstellung auf die ersten Bewohner des Hauses“, so Christian Thieme. Die Planungen zum Umbau wurden durchgeführt und somit konnten auch hier bereits Fördermittel beantragt werden, so dass die Arbeiten nach Bewilligung hoffentlich in absehbarer Zeit beginnen können. „Unter Mitwirkung aller Fachbereiche konnten wir hier und auch bei anderen Häusern in der Straße einige Fortschritte erzielen. Das Ergebnis ist nicht immer gleich sichtbar, aber wir arbeiten im Hintergrund daran, dass sich die Rahnestraße in den kommenden Jahren positiv entwickeln und am Ende möglicherweise, wenn nicht sogar ganz sicher, ein bevorzugtes Wohnquartier in der Stadt sein wird“, fügt Christian Thieme hinzu. Damit die Entwicklung weiter voranschreitet setzen sich Oberbürgermeister und die einzelnen Fachbereiche, über die Stadtgrenzen hinaus, in politischen Gremien von Kreis, Land und Bund für Fördermittel und Maßnahmen ein, so dass wie im Beispiel der Rahnestraße, Strukturwandel und Stadtsanierung sichtbar werden.

Quelle: Stadt Zeitz

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